{"id":724,"date":"2019-06-01T17:34:45","date_gmt":"2019-06-01T15:34:45","guid":{"rendered":"http:\/\/frederic.bussmanns.eu\/blog\/?p=724"},"modified":"2019-09-08T22:55:49","modified_gmt":"2019-09-08T20:55:49","slug":"mm-fan-der-menschheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/frederic.bussmanns.eu\/blog\/mm-fan-der-menschheit\/","title":{"rendered":"M+M. Fan der Menschheit"},"content":{"rendered":"<p>Vorwort zum Katalaog M+M. Fan der Menschheit, Kunstsammlungen Chemnitz 2019<\/p>\n<p>\u201eFan der Menschheit\u201c oder, wie es im Englischen noch eing\u00e4ngiger hei\u00dft, \u201eFan of Man\u201c ist der Titel der Ausstellung des K\u00fcnstlerduos M+M in den Kunstsammlungen Chemnitz. Der Titel ist ein Zitat: In der aktueller Zweikanal-Videoarbeit des Duos, <em>Der<\/em> <em>8. Tag,<\/em> bekennen sich Teufel und Gott gleichzeitig dazu, ein solcher Fan zu sein. Es ist also auch der Teufel, der sich zum Freund der Menschen erkl\u00e4rt (\u201eIch bin Humanist, vielleicht der letzte Humanist\u201c). Denn er wei\u00df die Schw\u00e4che der Menschen auf seiner Seite, aufseiten von Zerst\u00f6rung und Vernichtung, die ihm ins Handwerk spielen.<\/p>\n<p>Ist der Titel ironisch gemeint? Wie kann man angesichts der Zerst\u00f6rung von Natur und Umwelt, der gegenseitigen Vernichtung der Menschen in Kriegen oder auch den vielen unterkomplexen politischen Debatten in den Medien und im Internet noch ein Anh\u00e4nger der Menschheit sein? W\u00e4hrend etwa Kinder und Jugendliche, unterst\u00fctzt durch verzweifelte Wissenschaftler, freitags f\u00fcr ihre Zukunft demonstrieren, haben es sich alle anderen gem\u00fctlich gemacht im verantwortungslosen und egoistischen Umgang mit Ressourcen, die zu wahrscheinlich irreversiblen Sch\u00e4den der Natur und damit unserer Lebensgrundlagen f\u00fchren.<\/p>\n<p>Und dennoch: M+M sind keine Zyniker, im Gegenteil, es geht ihnen um die Menschen. Seit den fr\u00fchen 1990er Jahren arbeiten sie sich immer wieder in unterschiedlichen Medien und k\u00fcnstlerischen Ans\u00e4tzen an wissenschaftlichen, gesellschaftlichen, \u00f6kologischen, sozialen und politischen Entwicklungen ab. Und dies tun sie \u00fcber l\u00e4ngere Zeitr\u00e4ume hinweg, inzwischen \u00fcber Jahrzehnte, h\u00e4ufig in lang angelegten Serien, in denen sie ihre spezifischen Ans\u00e4tze stetig weiterentwickeln, um sich mit aktuellen Fragen und Situationen auseinanderzusetzen. M+M beziehen sich bisweilen auf den gro\u00dfen Schatz der westlichen medialen Kultur, der Kunst- und vor allem Filmgeschichte, greifen popkulturell politische und wissenschaftliche Dispute auf, gehen auf soziale Konflikte ein, untersuchen die politische Rhetorik von Machthabern in medialen Erzeugnissen, in Zeitungen, Film, Fernsehen, Internet, dekonstruieren Strategien der Manipulation und Vereinnahmung und zwingen die Nutzerinnen und Nutzer zum Selberdenken, indem sie die Linearit\u00e4t von Erz\u00e4hlungen aufbrechen und Parallel- und Simultanerz\u00e4hlungen in Filmen und Bildern entwickeln.<\/p>\n<p>\u201eNicht trennen zwischen Geschlechtern, R\u00e4umen und Gef\u00fchlen\u201c, deklarieren sie 2015 in einem kurzen, manifestartigen Text im Katalog zur Filmreihe <em>7 Tage<\/em>. \u201eDas Erlebnis aus der Linearit\u00e4t der Erz\u00e4hlung befreien. Keinen Anfang und kein Ende setzen, sondern nur eine Schl\u00fcsselszene. Dem Zuschauer die Chance auf eine Zugabe geben.\u201c<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> Der Vielansichtigkeit ist dieser kurze Text gewidmet, der ihre k\u00fcnstlerische Intention zusammenfasst, n\u00e4mlich nicht einseitig an Problemen arbeiten, sondern gegenl\u00e4ufige Vielschichtigkeit in Schl\u00fcsselszenen zu setzen und Ambiguit\u00e4ten und erz\u00e4hlerische Offenheit nicht zu scheuen. Auch in der Kunsttheorie galt traditionell bis in das sp\u00e4te 19. Jahrhundert die aristotelische Einheit von Raum, Zeit und Handlung als strenge Vorgabe, was von der klassischen Avantgarde des fr\u00fchen 20. Jahrhunderts aufgebrochen wurde. Die konzeptionelle und formale Vielansichtigkeit, die Verweigerung linearer Erz\u00e4hlstrukturen war gerade f\u00fcr den Film als zeitbasiertes Medium die vielleicht noch gr\u00f6\u00dfere Herausforderung, fand aber Eingang in Filme und TV-Serien, die auch die beiden K\u00fcnstler gepr\u00e4gt haben, wie Luis Bu\u00f1uels <em>Das goldene Zeitalter<\/em> (1930), oder sehr viel sp\u00e4ter David Lynchs <em>Twin Peaks<\/em> (1990). M+M greifen solche Ans\u00e4tze in ihren Arbeiten wie etwa den <em>7 Tagen<\/em> wieder auf und bilden damit einen Kontrapunkt zu t\u00e4glich konsumierten Bilder- und Informationsflut, die mit ihrer simplifizierenden Bildsprache Wahrheitsgehalt und einheitliches und geschlossenes Weltbild beschw\u00f6ren, dabei unser Denken gl\u00e4tten und keinen intellektuellen Widerspruch zulassen. \u201eFokussierung und Stil vergessen. Unsch\u00e4rfen und Ablenkungen verfolgen. Zerstreutheit zum Leitfaden erheben. Unordnung choreografieren\u201c, fordern sie entsprechend im oben zitierten Text. Das Mehrdeutige, das Ambivalente erheben sie zu einer Leitidee, die sie in ihrer unheroischen, durchaus auch ironischen Grundhaltung unter die Begriffe der Ablenkung und Zerstreutheit subsummieren. (Schon die Namensgebung M+M und der dahinterstehende Ansatz, nicht die einzelne K\u00fcnstlerpers\u00f6nlichkeit als vielmehr das kollegiale oder gar kollektive Erarbeiten von k\u00fcnstlerisch-wissenschaftlichen Positionen zu betonen, bezeugt diese uneitle Haltung.)<\/p>\n<p>Nicht eine verengende Eindimensionalit\u00e4t von Sequenzen, Aussagen und Bedeutungen steht in ihrer Arbeit im Vordergrund, sondern sie verfolgen ein Geflecht von bildlichen Um- und narrativen Nebenwegen: \u201eNichts nacheinander und nicht hintereinander. Alles nebeneinander und gleichzeitig. Sich in alle Richtungen parallel befinden. Sich in alle Richtungen bewegen.\u201c In ihren Rauminstallationen, Video- und Fotoarbeiten bieten sie in einem m\u00e4andernden Strom an Bildern immer wieder neue und gegenl\u00e4ufige Perspektiven an, ein Kaleidoskop an Blickwinkeln und Verst\u00e4ndnisangeboten. Sie dr\u00e4ngen niemandem ein bestimmtes Ziel auf, sondern arbeiten mit der Methode der Polyfokalit\u00e4t. Werner Hofmann benutzte diesen Begriff in einem anderen Kontext als ein bestimmendes Moment der Moderne und auch der Nachkriegskunst, der er ein \u201eVerwirrungspotential\u201c bescheinigt.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> Verwirrung zu stiften ist M+M durchaus nicht fremd, f\u00fchrt man sich die zu einem schwer zu entschl\u00fcsselnden, aus unz\u00e4hligen Filmstills zusammengesetzten Gesamtbilder wie <em>kurz vor f\u00fcnf\/D<\/em> vor Augen. Das serielle Arbeiten an gro\u00dfen Werkgruppen wie die in Chemnitz gezeigten<em> 7 Tage<\/em>, <em>in front <\/em>oder eben <em>kurz vor f\u00fcnf<\/em>, in denen sie \u00fcber Jahre hinweg eine narrative Methode immer wieder neu deklinieren, ist typisch f\u00fcr sie und unterstreicht den fast wissenschaftlichen Versuchsaufbau ihrer k\u00fcnstlerischen Arbeit, mit dem Ziel, Untersuchungen \u00fcber die Wirkung ihrer Kunst auch ortsspezifisch hinsichtlich gesellschaftlicher Prozesse anzustellen.<\/p>\n<p>Ich danke allen an der Ausstellung Beteiligten sehr. Unserer wissenschaftlichen Volont\u00e4rin Joanna Straczowski gilt mein gro\u00dfer Dank f\u00fcr ihre kuratorische Assistenz. Sie hat mit viel Lust und Elan das Projekt im Haus betreut und einen erhellenden Beitrag zum Verh\u00e4ltnis von Film, Fotografie und Stoff im Werk von M+M hier im Katalog geschrieben. Dem Team im Haus, der Haustechnik und der Verwaltung danke ich f\u00fcr die professionelle Organisation der Ausstellung. Sebastian Baden, Kurator an der Kunsthalle Mannheim, hat einen profunden Text zur politischen Ikonografie und k\u00fcnstlerischen Verortung des <em>Panic Room<\/em> und der dazugeh\u00f6rigen Werkgruppe <em>in front <\/em>zum Katalog beigetragen. Dem seit Jahren mit den K\u00fcnstlern eng zusammenarbeitenden Gestalter Felix Kempf danke ich f\u00fcr das sehr gelungene visuelle Erscheinungsbild des Katalogs und dem Kerber Verlag f\u00fcr die gewohnt professionelle Betreuung. Den wichtigsten Personen in diesem Kreis gilt mein gr\u00f6\u00dfter Dank, den beiden K\u00fcnstlern hinter dem Synonym M+M, Marc Weis und Martin De Mattia. Mit viel Verve haben sie sich auf das Abenteuer einer Ausstellungsentwicklung f\u00fcr die Kunstsammlungen Chemnitz eingelassen. Neue Arbeiten sind f\u00fcr die Kunstsammlungen entstanden, etwa die Reihe der <em>tessuti<\/em>, Frucht ihres Stipendienaufenthalts in Venedig 2017, in dem sie sich mit der Tradition der dortigen Luxustextilproduktion und deren Verflechtungen zur Welt der Reichen und M\u00e4chtigen besch\u00e4ftigt haben. Auch wurde die Pr\u00e4sentation des Filmzyklus der <em>7 Tage<\/em> f\u00fcr die R\u00e4ume angepasst und um den j\u00fcngsten <em>8. Tag<\/em> erg\u00e4nzt. Die Rauminstallation <em>Panic Room<\/em> wurden von M+M fast tagesaktuell f\u00fcr die Kunstsammlungen weiter entwickelt mit der eigens herausgebrachten Zeitung <em>Merkel 05<\/em>&nbsp; und neuen fotografischen Arbeiten der Serie <em>in front<\/em>. Sie richten hier ihren Blick auf die gesellschaftlich und politisch angespannte Lage vor dem Hintergrund der Fl\u00fcchtlingsfrage seit 2015 und den medialen und politischen Debatten dar\u00fcber, gerade auch in Chemnitz. Sie wollen eben: \u201eDen Erz\u00e4hlraum ausweiten.\u201c So versucht die Ausstellung <em>M+M. Fan der Menschheit<\/em> genau dies, den Erz\u00e4hlraum sowohl innerhalb der Filme, Installationen und Werke auszuweiten als auch dar\u00fcber hinaus Verbindungen zu schaffen zum Sammlungsbestand der Kunstsammlungen wie auch zu den die Stadt Chemnitz pr\u00e4genden kulturellen Traditionen und aktuellen politischen Debatten. Denn alles existiert parallel, nicht linear.<\/p>\n<p>In<em> Der 8. Tag<\/em> versucht schlie\u00dflich der Teufel den Protagonisten Kevin zu verlocken: \u201eIch bin auf dem H\u00f6hepunkt. Ich nehme die Steine von Deinen Schultern. Ich schenke Dir Vergn\u00fcgen, die Freiheit, Dich niemals entschuldigen zu m\u00fcssen. Das ist Revolution.\u201c Fan der Menschheit? Eher eine Trag\u00f6die faustischen Ausma\u00dfes. Aber wie hei\u00dft es am Ende von Goethes <em>Faust der Trag\u00f6die zweiter Teil <\/em>(1832)?: \u201eWer immer strebend sich bem\u00fcht, den k\u00f6nnen wir erl\u00f6sen\u201c, verk\u00fcnden die Engel zur Errettung von Faust. Goethes humanistisches Menschheitsideal scheint hier durch. Aber reicht es heute noch, sich nur zu bem\u00fchen?<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> M+M, \u201eNotizen zur Herstellung einer zeitlichen Vielansichtigkeit\u201c, in <em>M+M. 7 Tage<\/em>, Ausst.-Kat. Casino Luxembourg, Luxemburg 24.1\u20133.5.2015, Galerie im Taxispalais, Innsbruck 3.10.\u201329.11.2015, hrsg.: von Casino Luxembourg \u2013 Forum d\u2018Art Contemporain, Luxembourg, Ostfildern: Hatje Cantz 2015, 2\u20135, hier 4.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Werner Hofmann, <em>Die Moderne im R\u00fcckspiegel. Hauptwege der Kunstgeschichte<\/em>, M\u00fcnchen: C.H. Beck 1998, S. 332.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorwort zum Katalaog M+M. Fan der Menschheit, Kunstsammlungen Chemnitz 2019 \u201eFan der Menschheit\u201c oder, wie es im Englischen noch eing\u00e4ngiger hei\u00dft, \u201eFan of Man\u201c ist der Titel der Ausstellung des K\u00fcnstlerduos M+M in den Kunstsammlungen Chemnitz. Der Titel ist ein Zitat: In der aktueller Zweikanal-Videoarbeit des Duos, Der 8. Tag, bekennen sich Teufel und Gott gleichzeitig dazu, ein solcher Fan zu sein. Es ist also auch der Teufel, der sich zum Freund der Menschen erkl\u00e4rt (\u201eIch bin Humanist, vielleicht der letzte Humanist\u201c). Denn er wei\u00df die Schw\u00e4che der Menschen auf seiner Seite, aufseiten von Zerst\u00f6rung und Vernichtung,<\/p>\n<p><a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/frederic.bussmanns.eu\/blog\/mm-fan-der-menschheit\/\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":753,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":true,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","default_image_id":0,"font":"","enabled":false},"version":2},"jetpack_post_was_ever_published":false},"categories":[9,182,451],"tags":[459,461,463,457,438,453,467,465,455],"class_list":["post-724","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aufsatz","category-publikationen","category-vorworte","tag-angela-merkel","tag-film","tag-fotografie","tag-installationen","tag-kunstsammlungen-chemnitz","tag-mm","tag-politik","tag-polyfokalitaet","tag-videokunst"],"aioseo_notices":[],"wp-worthy-pixel":{"ignored":false,"public":null,"server":null,"url":null},"wp-worthy-type":"normal","jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/frederic.bussmanns.eu\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/mm-fandermenschheit.jpg","jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p863Lt-bG","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/frederic.bussmanns.eu\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/724","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/frederic.bussmanns.eu\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/frederic.bussmanns.eu\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/frederic.bussmanns.eu\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/frederic.bussmanns.eu\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=724"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/frederic.bussmanns.eu\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/724\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":755,"href":"https:\/\/frederic.bussmanns.eu\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/724\/revisions\/755"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/frederic.bussmanns.eu\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/753"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/frederic.bussmanns.eu\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=724"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/frederic.bussmanns.eu\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=724"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/frederic.bussmanns.eu\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=724"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}