{"id":827,"date":"2019-12-15T21:51:13","date_gmt":"2019-12-15T20:51:13","guid":{"rendered":"http:\/\/frederic.bussmanns.eu\/blog\/?p=827"},"modified":"2020-11-19T08:07:18","modified_gmt":"2020-11-19T07:07:18","slug":"eine-idee-vom-anderssein-clara-mosch-und-ralf-rainer-wasse-von-der-aktion-zur-fotografie-eine-einfuehrung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/frederic.bussmanns.eu\/blog\/eine-idee-vom-anderssein-clara-mosch-und-ralf-rainer-wasse-von-der-aktion-zur-fotografie-eine-einfuehrung\/","title":{"rendered":"\u201aEine Idee vom Anderssein\u2018 \u2013 Clara Mosch und Ralf-Rainer Wasse, von der Aktion zur Fotografie. Eine Einf\u00fchrung"},"content":{"rendered":"<p><strong>Clara Mosch, Galerie und K\u00fcnstlergruppe<\/strong>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Mit der Gr\u00fcndung der Galerie Clara Mosch durch die K\u00fcnstler Carlfriedrich Claus, Thomas Ranft, Dagmar Ranft-Schinke, Michael Morgner und Gregor-Torsten Schade (seit 1980 Kozik) in Karl-Marx-Stadt begann eine neue, zeitweilig fruchtbare k\u00fcnstlerische \u00c4ra in der von Arbeit und Industrie gepr\u00e4gten Stadt und Region. Vier der K\u00fcnstler hatten in den 1960er und fr\u00fchen 1970er Jahren an der Hochschule f\u00fcr Grafik und Buchkunst in Leipzig studiert. Aufgrund pers\u00f6nlicher Freundschaft zwischen den K\u00fcnstlern und einer gewissen Grundhaltung gegen\u00fcber den staatlichen Autorit\u00e4ten, die eher von Dada als vom Untertanengeist gespeist war, und dem Wunsch nach Eigensinn, aber auch der Lust am k\u00fcnstlerischen Experiment taten sich die K\u00fcnstler als Gruppe zusammen und gr\u00fcndeten 1977 die erste Produzentengalerie der DDR: Clara Mosch. Die engen pers\u00f6nlichen Beziehungen waren Voraussetzung f\u00fcr die Aktivit\u00e4ten gewesen. Thomas Ranft und Dagmar Schinke hatten bereits 1969 geheiratet. 1975 nahm Morgner an Pleinairs in Ahrenshoop und auf Hiddensee teil, die dann von Ralf-Rainer Wasse, dem \u201a6. Moschisten\u2018, wie Thomas Ranft ihn genannt hat, in einem 8-mm-K\u00fcnstlerfilm dokumentiert wurden. Ranft und Schade teilten sich von 1975\u20131977 ein Atelier, gr\u00fcndeten 1976 das K\u00fcnstlerduo Bergh\u00e4usler und druckten mit Carlfriedrich Claus 1976\/1977 dessen <em>Aurora<\/em>-Mappe. Der in Annaberg-Buchholz lebende Carlfriedrich Claus lie\u00df sich dazu bewegen, sich den Aktivit\u00e4ten der Galerie mit distanzierter N\u00e4he anzuschlie\u00dfen. \u201eDie Position war so, da\u00df man dem konventionellen Kulturleierbetrieb etwas entgegensetzen wollte, einen Ort, wo Experimentelles sich der \u00d6ffentlichkeit stellen konnte\u201c, so Carlfriedrich Claus 1997 r\u00fcckblickend auf seine Motivation zur Teilnahme an den Aktivit\u00e4ten der Gruppe. \u201eEs war also eine Antwort auf die damalige ziemlich provinzielle und enge Situation. Einziges Programm war f\u00fcr mich, einen nichtkommerziellen, freien Ausstellungs-Ort, Gespr\u00e4chs-Ort f\u00fcr radikale existentielle, also experimentelle Fragen zu schaffen.\u201c<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a><\/p>\n<p>Aus den Anf\u00e4ngen Ihrer Nachnamen formten sie das Akronym Clara Mosch. Die Galerie bestand bis 1982 und sollte innerhalb von f\u00fcnf Jahren die k\u00fcnstlerische Szene nicht nur der Stadt, sondern auch des ganzen Landes bewegen. Clara Mosch war ein vielversprechender Name, bei dem sofort die Frage im Raum stand, wer das sei, so wie die K\u00fcnstlergruppe auch zu der Gr\u00fcndung in der Zeitung annoncierten: \u201aWer ist Clara Mosch?\u2018 Eine Widerstandsk\u00e4mpferin, wie Schade den offiziellen Stellen vorgaukelte? Das ber\u00fchmte Plakat von Lutz Dammbeck stimulierte diese Fantasien: es zeigt einen verh\u00fcllten weiblichen Kopf auf einem Ausweisprotokoll (an sich ein Detail einer Skulptur von Oeser aus dem Vorgarten des Grassimuseums in Leipzig). [Vgl.-Abb. 1, Dammbeck, Moschplakat] Von Anfang an spielten die K\u00fcnstler zwischen Fiktion und Wahrheit, erzeugten eine Idee von dem, was sein k\u00f6nnte. Eine fast situationistische Herangehensweise, w\u00fcrde man r\u00fcckblickend sagen. Die Gr\u00fcndung der Galerie sowie erste Veranstaltungen wurden ohne Erlaubnis der zust\u00e4ndigen Stellen durchgef\u00fchrt, deshalb wurden die Offiziellen schnell aufmerksam. Um eine Schlie\u00dfung zu vermeiden, aber ohne ihre Programmautonomie aufzugeben, stimmten die K\u00fcnstler der Zusammenarbeit mit dem Kulturbund zu und erg\u00e4nzten fortan den Namen der Galerie um die Bezeichnung: Kleine Galerie des Kulturbundes der DDR. \u201eDenn in der DDR konnte nicht sein, was nicht sein darf, und nat\u00fcrlich konnte niemand so einfach eine private Galerie, noch dazu eine ungenehmigte er\u00f6ffnen\u201c, so Thomas Ranft 1997. \u201eUnd so entstand die Galerie mit dem l\u00e4ngsten Namen, den kleinsten R\u00e4umen und der gr\u00f6\u00dften Aktivit\u00e4t.\u201c<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a><\/p>\n<p>Clara Mosch war keine K\u00fcnstlergruppe im engen Sinne, die von einem gemeinsamen Manifest oder einer einheitlichen k\u00fcnstlerischen Idee getragen wurde. Clara Mosch war eher eine Haltung. Der Fokus lag auf der kleinen Galerie, dem gemeinsamen Arbeiten an Mappenwerken oder Mail Art-Projekten und den Aktionen. Clara Mosch war eine Art Komplizenschaft, ein lockerer Haufen von Gleichgesinnten. \u201eMosch war eine Idee. Eine Idee vom Anderssein\u201c,<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> so fasst es Thomas Ranft r\u00fcckblickend zusammen. Vor der Gr\u00fcndung der Gruppe 1977 arbeiteten sie in verschiedenen Konstellationen zusammen, so auch nach ihrer Aufl\u00f6sung 1982. Im Verbund mit vielen gleichgesinnten Kollegen und Projekten aus der gesamten DDR, vor allem aus Leipzig (etwa mit den K\u00fcnstlern um das Projekt <em>Tangente<\/em>, 1977, und dann die Freiluftgalerie St\u00f6tteritz, 1980) und Dresden (im Umfeld der Obergrabenpresse, 1978 gegr\u00fcndet), veranstalteten sie mit dem zuerst in Berlin und dann in Leipzig t\u00e4tigen Kunstwissenschaftler und Kurator Klaus Werner Ausstellungen, Lesungen, Aktionen und vieles andere mehr. Dies geschah mit einer gro\u00dfen Eigenwilligkeit, Unabh\u00e4ngigkeit und Lust an der Provokation \u2013 \u201eProvokation pur\u201c, so Michael Morgner.<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> In der Galerie Clara Mosch organisierte die Gruppe und hier vor allem Thomas Ranft 29 Ausstellungen, nicht nur zu eigenen Arbeiten, sondern auch von Gleichgesinnten wie Gil Schlesinger, Gerhard Altenbourg, Horst Bartnig, Max Uhlig, Klaus H\u00e4hner-Springm\u00fchl oder Wolfram Adalbert Scheffler.<\/p>\n<p>Nicht zu trennen sind die Aktivit\u00e4ten der Gruppe Clara Mosch von denen der Galerie Oben, die aus der Verkaufsgenossenschaft der bildendenden K\u00fcnstler im Bezirk Karl-Marx-Stadt hervorging, aber nicht direkt staatlich war.<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a> Von 1973 an wurde die Galerie Oben geleitet von Georg Br\u00fchl, 1979 dann abgel\u00f6st von Gunar Barthel (bis 1987) und schlie\u00dflich Tobias Tetzner und Bernd Weise. An exponierter Stelle mitten in Karl-Marx-Stadt gelegen, war die Galerie Oben mit Ausstellungen, Vortr\u00e4gen, den bekannten Mittwochgespr\u00e4chen, Performances und Verkaufsauktionen in den 1970er und fr\u00fchen 1980er Jahren einer der wichtigen autonomeren Kunstorte in der DDR. Michael Morgner und Thomas Ranft hatten sich hier fr\u00fch engagiert. So entstand mit der Gr\u00fcndung der Clara Mosch und den Aktivit\u00e4ten der Galerie Oben ein engagiertes Zentrum der k\u00fcnstlerischen Debatten und ein (kontrollierter) Freiraum, der in Ans\u00e4tzen zu einer gewissen Emanzipation des Publikums sowie der K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler gegen\u00fcber staatlicher, kultureller Bevormundung f\u00fchrte.<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a><\/p>\n<p>Karl-Marx-Stadt lag geografisch und k\u00fcnstlerisch an der Peripherie des Landes und anfangs vielleicht auch der Aufmerksamkeit der offiziellen Stellen des staatlich gelenkten Kulturbetriebs. Clara Mosch agierte also in einem Umfeld, das etwas weniger im Fokus der offiziellen Kulturpolitik stand und das auch durch das Handeln anderer Beteiligter in den sp\u00e4ten 1970er Jahren \u2013 wie Georg Br\u00fchl und anderer \u2013 verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig offen war. Das galt zwischenzeitlich auch f\u00fcr den Bezirksverband Bildender K\u00fcnstler, der eine Zeit lang auch Autodidakten aufnahm, so dass aus dem Bezirk zeitweilig ein Sammelbecken f\u00fcr selbsternannte und damit auch selbstbestimmtere K\u00fcnstler verschiedenster Szenen wurde. Durch das Fehlen von Kunstakademien und \u201eMachtheisigs\u201c, wie Michael Morgner sie nennt, \u201egab es hier Freir\u00e4ume, die Kunst in der DDR erm\u00f6glichten\u201c.<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a> Die ruhige, isolierte und zugleich produktiv-unkontrollierte Gemengelage zog aber schnell die Aufmerksamkeit der Partei und der Staatssicherheit auf sich. Bekannterma\u00dfen ging es nicht nur um Observationen, sondern bei der Clara Mosch um einen Zersetzungsvorgang mit dem Titel <em>Made<\/em>. Nach Jahren des kreativ-subversiven Miteinanders zog langsam das Gift des Misstrauens in die Knochen der lockeren Gruppe, die sich zunehmend infrage stellte und schlie\u00dflich 1983 in einer gemeinsamen Aktion aufl\u00f6ste (\u201aDie Clara Mosch ist tot.\u2018). [Vgl.-Abb. 2, Mosch vor Wiener Rathaus]<\/p>\n<p><strong>Pleinairs und Aktionen<\/strong> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Es waren vor allem die Personenkonstellationen, die das Entstehen der Gruppe und ihrer Aktivit\u00e4ten in einem solch \u00e0 priori schwierigen Umfeld wie dem Bezirk Karl-Marx-Stadt beg\u00fcnstigten, wie sich Dagmar Ranft-Schinke erinnert: \u201eEs war wohl eine Art Oase. Karl-Marx-Stadt war ja nicht gerade ein kunsttr\u00e4chtiges Gebiet. Vielleicht befl\u00fcgelte uns gerade das Isoliertsein hier. [\u2026] Es war ein Geflecht, ein Energiepunkt mit besonderer Ausstrahlungskraft und Anziehungskraft nach au\u00dfen.\u201c<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a> Zu dieser Personenkonstellation z\u00e4hlten als treibende Kr\u00e4fte Morgner und Schade\/Kozik mit dem Hang zu Aktionen, Ranft als organisierende Kraft und der befreundete Fotograf Ralf-Rainer Wasse f\u00fcr die fotografische Dokumentation und Produktion der Mail-Art-Postkarten. Ein zentrales Element der Aktivit\u00e4ten der Clara Mosch, war das Organisieren von Pleinairs und von gemeinsamen Aktionen in Au\u00dfen- und Innenr\u00e4umen in den 1970er und 1980er Jahren, an denen in der Regel jedoch nicht Dagmar Ranft-Schinke und auch nicht Carlfriedrich Claus teilnahmen, daf\u00fcr aber h\u00e4ufig noch andere K\u00fcnstler wie Lutz Dammbeck oder Kunstwissenschaftler wie Georg Br\u00fchl und Klaus Werner, der mit Thomas Ranft auch den Ansto\u00df gab zu den Pleinairs.<\/p>\n<p>Die K\u00fcnstler der Clara Mosch geh\u00f6rten zu den ersten Aktions- und Performancek\u00fcnstlern in der DDR. Aktionskunst \u2013 im Westen sprach man eher von Happenings oder Performances \u2013 waren ein zeittypisches globales Ph\u00e4nomen, das f\u00fcr einige K\u00fcnstler in der DDR von Bedeutung war, nicht nur in Karl-Marx-Stadt, sondern auch in Leipzig (zum Beispiel Hartwig Ebersbach mit der <em>Missa Nigra<\/em>, 1979, und der Gruppe 37,2 Grad um Hans-Joachim Schulze) oder Dresden (seit den fr\u00fchen 1970er Jahren im Umfeld von A.R. Penck mit der K\u00fcnstlergruppe L\u00fccke, in den 1980er Jahren unter anderem mit den Autoperforationsartisten). Die Performance, die Gregor-Torsten Schade unter dem Titel <em>Das schwarze Fr\u00fchst\u00fcck<\/em> anl\u00e4sslich seiner Ausstellungser\u00f6ffnung in der Galerie Arkade in Berlin 1979 auff\u00fchrte, gilt als die erste Performance in der DDR.<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a><\/p>\n<p>Das Interesse an prozessorientierter Aktionskunst teilte die Clara Mosch mit vielen K\u00fcnstlern in Ost- wie in Westeuropa, wobei der Blick eher Richtung Westen ging. Eine wichtige Inspirationsquelle war Joseph Beuys, der in den 1980er Jahren, vor allem nach seinem Tod 1986, gro\u00dfe Anerkennung in Teilen der ostdeutschen K\u00fcnstlerschaft erlangte, wie die offizielle Ausstellung in der Galerie der Leipziger Hochschule f\u00fcr Grafik und Buchkunst 1988 mit fr\u00fchen Beuys-Arbeiten aus der Sammlung van der Grinten (<em>Beuys vor Beuys<\/em>) und parallel dazu die alternative Hommage an Beuys in der Galerie EIGEN+ART (<em>Nach Beuys<\/em>, u.a. mit den Autoperforationsartisten, aber ohne Via Lewandowsky) zeigen. F\u00fcr viele K\u00fcnstler vor allem der Generation vor den Autoperforationsartisten war Beuys noch zu seinen Lebzeiten eine wichtige Orientierung gewesen, k\u00fcnstlerisch mit Blick auf dessen \u201aerweiterten Kunstbegriff\u2018 wie auch gesellschaftspolitisch mit seinem Eintreten f\u00fcr den Umweltschutz und einen \u201afreien demokratischen Sozialismus\u2018 gegen die \u201aParteiendiktatur\u2018 (Joseph Beuys, 1971).<\/p>\n<p>Den Sinn f\u00fcr Aktionskunst teilten sie auch mit K\u00fcnstlern in Osteuropa, in Polen und der Tschechoslowakei ebenso wie in der UdSSR. Wegen ihres ephemeren Charakters \u2013 neben vielen weiteren \u00e4sthetischen wie k\u00fcnstlerischen Gr\u00fcnden \u2013 war die Aktionskunst vor allem in den Diktaturen des Ostens eine beliebte Kunstform nonkonformer K\u00fcnstlergruppen. Dies betrifft auch den Umgang mit dem K\u00f6rper, der Einsatz eines fremden oder gar des eigenen K\u00f6rpers als eines der letzten Gebiete, die in der Regel unkontrolliert vom staatlichen Einfluss existierten. Das betrifft in der DDR die Clara Mosch in etwas geringerem Ma\u00dfe als st\u00e4rker andere K\u00fcnstler wie Lutz Dammbeck in seinen fotografischen Bewegungsstudien und den Auff\u00fchrungen im Rahmen des Herakles-Konzepts \u2013 bei den gen\u00e4hten K\u00f6pfen schafft er sogar neue hybride Wesen mit historischem Found footage-Material \u2013 und in Dresden zum Beispiel die Autoperforationsartisten. Die Aktionen oder Happenings waren in der Regel immateriell angelegt, sie waren nicht darauf angelegt, ein materielles Ergebnis bzw. Objekt zu produzieren (der <em>Leussow-Koffer<\/em> bildet hier eher eine Ausnahme), sondern der Prozess und die Kommunikation standen im Zentrum.<\/p>\n<p>Die Aktionen vollzogen sich im Rahmen von sogenannten Pleinairs, k\u00fcnstlerische Happenings mit einem Hang zur Land-Art, die seit 1975 von verschiedenen K\u00fcnstlern und Kunstwissenschaftlern in semantischer Anlehnung an die impressionistische Malweise und im Wunsch nach einem gr\u00f6\u00dferen Freiraum, st\u00e4rkerer Selbstbestimmung und weniger Kontrolle im Freien vollzogen wurden. Eine genaue Unterscheidung von Pleinairs und Aktionen ist nicht m\u00f6glich und nicht sinnvoll. Von Georg Br\u00fchl, dessen Zuarbeit zum Ministerium f\u00fcr Staatssicherheit sp\u00e4ter bekannt wurde, und Klaus Werner initiiert, fanden zwischen 1975 und 1986 18 Pleinairs statt, h\u00e4ufig organisiert durch Thomas Ranft.<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a> Neben Aktionen im engeren Sinne wurde auch gezeichnet, wurden Filme gezeigt, experimentelle Kunstformen ausprobiert, Vortr\u00e4ge und Diskussionen organisiert, aber auch gefeiert, h\u00e4ufig an der Ostsee oder auf dem Land in Mecklenburg oder Th\u00fcringen (von wo Thomas Ranft herkommt). Durch die Einbindung der beiden Galerien Arkade und Galerie Oben, die der Genossenschaft bildender K\u00fcnstler angeh\u00f6rten und dann auch dem Staatlichen Kunsthandel zwangsweise zugeordnet waren (Galerie Arkade), wurden die Unternehmungen nicht nur durch die K\u00fcnstler selbst, sondern indirekt auch durch staatliche Institutionen mitfinanziert, obwohl die praktizierten Kunstformen kontr\u00e4r zur offiziellen staatlichen Kunstauffassung standen und entsprechend kritisiert wurden. Pleinairs waren Zwischenr\u00e4ume der k\u00fcnstlerischen Freiheit, mit einem Hang zum Kollektiven und Dadaistischen, aber keineswegs nihilistisch angelegt. Hinter den etwas anarchisch wirkenden Aktionen standen immer wieder existenzielle Fragen, Fragen der Selbstbestimmung, der k\u00fcnstlerischen Freiz\u00fcgigkeit, aber auch kritische Fragen mit Blick auf die grassierende Umweltzerst\u00f6rung in der DDR. Eine gro\u00dfe Anzahl unterschiedlicher K\u00fcnstler aus der ganzen DDR nahm an solchen Pleinairs teil, so dass sich Netzwerke und Kontakte untereinander weiter ausbildeten und verst\u00e4rkten. Zu diesen K\u00fcnstlern geh\u00f6ren zum Beispiel die bereits genannten Leipziger <em>Tangente<\/em>&#8211; und sp\u00e4teren <em>Herbstsalon<\/em>-K\u00fcnstler Lutz Dammbeck und Hans-Hendrik Grimmling, aber auch die Berliner Manfred Butzmann und Dieter Goltzsche sowie die Dresdner K\u00fcnstler Eberhard G\u00f6schel, Max Uhlig, Claus Weidensdorfer oder Werner Wittig. Beim Pleinair in Gallentin etwa waren auch Klaus Staeck aus dem Westen, dessen Bruder in Ostdeutschland lebte, aber auch die Schriftsteller Christa und Gerhard Wolf, Stefan D\u00f6ring, Eberhard H\u00e4fner, Bert Papenfu\u00df-Gorek und Sascha Anderson, der dann f\u00fcr die Staatssicherheit Berichte schrieb, anwesend.<\/p>\n<p>Bei den Pleinairs und Aktionen spielte das Prozesshafte auf der einen Seite, das Ephemere auf der anderen Seite nicht nur k\u00fcnstlerisch, sondern auch mit Blick auf die Grenzen des eigenen Ausdrucksverm\u00f6gens und die Kontrolle durch den Staat eine wichtige Rolle. Auch wenn Clara Mosch nicht die einzigen K\u00fcnstler zu der Zeit waren, die Aktionen und Pleinairs veranstalteten, sind sie wohl die K\u00fcnstlergruppe mit der besten Dokumentation ihrer Aktivit\u00e4ten. Nicht nur die Gruppe selbst und die mit ihr in Verbindung stehenden Galerien samt Umfeld, sondern besonders die Aktionen wurden als \u201eein aus der dekadenten westl.[ichen] Kunstszene entliehenes Projekt\u201c, wie ein Bericht der Staatssicherheit 1977 vermerkt, mit mehr als 120 inoffiziellen Mitarbeitern durchgehend vom Ministerium f\u00fcr Staatssicherheit beobachtet und fotografisch und schriftlich dokumentiert. \u201eAlle Personen stellen den Kern einer Personenkonzentration bildender K\u00fcnstler dar\u201c, so hei\u00dft es in dem Bericht weiter, \u201edie Anstrengungen unternehmen, einen feindl.[ichen] St\u00fctzpunkt unter neg.[ativen] Kulturschaffenden und deren Verbindungen aufzubauen. Die Angriffe der Verd\u00e4chtigen richten sich gegen die f\u00fchrende Rolle der Partei in der Kunst, gegen die Prinzipien des soz.[ialistischen] Realismus. Es bestehen vielf\u00e4ltige Verbindungen und Aktivit\u00e4ten mit feindl.[ichen] Kr\u00e4ften aus dem Bez.[irk] Berlin, Dresden, Leipzig, Halle u.[nd] Rostock.\u201c<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\">[11]<\/a><\/p>\n<p>Die \u201aoperativen Vorg\u00e4nge\u2018 der Staatsicherheit und die kontinuierliche \u00dcberwachung waren als Mittel der Kontrolle, der Einsch\u00fcchterung und dann auch der Eind\u00e4mmung durch den Staat gedacht. Auf fast zynische Weise entpuppen sie sich heute als Gl\u00fccksfall, da durch die Fotografien die wichtigsten Aktionen, ihre Protagonisten und Ziele heute noch bestens bekannt sind, und dies zum Teil auch durch Fotografien von einer hohen \u00e4sthetischen Qualit\u00e4t. Denn ein Hauptzutr\u00e4ger der fotografischen Dokumentation und Information war der mit den Clara Mosch-K\u00fcnstlern befreundete Ralf-Rainer Wasse, der ebenfalls an der Leipziger Hochschule f\u00fcr Grafik und Buchkunst studiert hatte. Die Bespitzelung durch ihren Freund Wasse wurde den Clara Mosch-K\u00fcnstlern erst nach dem Fall der Mauer durch die Einsicht ihrer Stasi-Akten deutlich. Zuvor war Wasse ein enger Freund gewesen, der bei fast allen Aktionen anwesend war und diese systematisch fotografiert hatte. Wasse hatte den scheinbaren kommunikativen Schutzraum um die Clara Mosch herum verraten und damit nachhaltig auch die Idee der Clara Mosch in Misskredit gebracht, gerade weil ihre Szene auf engen pers\u00f6nlichen Verbindungen basierte und eine Alternative zum offiziellen, in ihren Augen einf\u00e4ltigen und korrupten System bieten wollte. \u201eDer perfekteste Fotograf und der perfekteste Spion zugleich [\u2026] ein Meister in beiden F\u00e4chern,\u201c beschreibt Michael Morgner das ambivalente Verh\u00e4ltnis r\u00fcckblickend 1997.<a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\">[12]<\/a> Entgegen dem ephemeren Charakter der Aktionen dokumentierten und konservierten die Fotografien die Aktivit\u00e4ten. Sie wurden k\u00fcnstlerisch von Wasse ebenso wie von den Clara Mosch-K\u00fcnstlern etwa bei den Mail-Art-Postkarten oder den originalgrafischen Plakaten weiter bearbeitet. Sie wurden aber zugleich von Wasse der Stasi weitergeleitet, waren Spitzelfotos, zusammen mit Berichten. Die Fotografien im Spannungsfeld zwischen k\u00fcnstlerischem Anspruch und dokumentarischem Gehalt f\u00fchren heute dazu, dass wir so umfassend \u00fcber die Aktionen der Clara Mosch informiert sind wie bei wohl wenigen K\u00fcnstlergruppen aus der DDR. Ein fast l\u00fcckenloses Archiv ist auf diese Weise entstanden.<\/p>\n<p>Dieses Spannungsverh\u00e4ltnis von Aktionskunst und Fotografie, zwischen Ephemer-Subversiven und dem dokumentarischen Verrat ist Gegenstand der Ausstellung <em>Clara Mosch und Ralf Rainer Wasse. Aktionen und Fotografien<\/em>. In der Ausstellung werden Ralf-Rainer Wasses Fotografien von den Aktionen der Clara Mosch gezeigt, zum Teil in Originalabz\u00fcgen, zum Teil als Reprints erg\u00e4nzt durch originalgrafische Plakate. Es ist die erste Pr\u00e4sentation der Gruppe in den Kunstsammlungen ihrer Wirkungsstadt seit \u00fcber 20 Jahren. Die Fotografien kommen zum einen aus dem Originalbestand im Carlfriedrich Claus Archiv in den Kunstsammlungen Chemnitz, der neben dem k\u00fcnstlerischen Nachlass von Carlfriedrich Claus auch das umfangreiche Clara Mosch-Konvolut der 2008 erfolgten Schenkung der vier \u00fcbrigen Gruppenmitglieder umfasst. Zum anderen speist sich die Ausstellung aus dem Nachlass von Ralf-Rainer Wasse im Lindenau-Museum Altenburg, erg\u00e4nzt durch einige Leihgaben aus Privatbesitz. Ich danke unseren Partnern im Lindenau-Museum Altenburg, ihrem Direktor Dr. Roland Krischke und dem Kurator Dr. des. Benjamin Rux, den Autorinnen Jutta Penndorf und Erchen Wang sowie unserem wissenschaftlichen Volont\u00e4r Stefan Gregor, der das Projekt im Haus betreut hat. Allen voran gilt mein erster Dank aber den verbleibenden K\u00fcnstlern der Clara Mosch, Thomas Ranft, Michael Morgner, Dagmar Ranft-Schinke und Gregor-Torsten Kozik f\u00fcr ihre Unterst\u00fctzung in Vorbereitung und Realisierung der Ausstellung in den Kunstsammlungen Chemnitz.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Ausst.-Kat. Altenburg, Chemnitz, Berlin 1997, S. 19. Etwas entt\u00e4uscht von der Entwicklung relativiert er die Bedeutung der Galerie f\u00fcr ihn pers\u00f6nlich dann: \u201e[\u2026] es war bestimmt eine wichtige kulturpolitische Gegenposition, aber es war kein Experiment. Es war ein gesellschaftliches Ereignis der anderen Art. Ein Experiment ist aber gerade kein gesellschaftliches Ereignis.\u201c (Ebd., S. 20.)<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Ebd., S. 19.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> \u201eMOSCH war Provokation pur von Anfang bis Ende. [\u2026] blitzartiges Umdenken, st\u00e4ndiges Hinterfragen. [\u2026] Wir wollten die Klischees nicht bedienen vom braven Maler in der Kammer. So waren unsere Provokationen auch immer ohne Netz.\u201c (Michael Morgner, in ebd., S. 20.)<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Siehe u.a. Chemnitz 1993.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Wichtige relativ unabh\u00e4ngige Galerien hatte es zuvor schon gegeben, die auch nach der Gr\u00fcndung des Staatlichen Kunsthandels 1974 ihre Unabh\u00e4ngigkeit zeitweilig haben behaupten k\u00f6nnen, wie etwa auch die 1973 von Klaus Werner gegr\u00fcndete Galerie Arkade in Berlin (1975 in den Staatlichen Kunsthandel \u00fcbernommen, 1981 geschlossen). Klaus Werner organisierte auch Pleinairs. Zu nennen sind auch der von 1963 bis 1974 betriebene Ausstellungsraum der Erfurter Ateliergemeinschaft oder die Privatgalerie ep von J\u00fcrgen Schweinebraden in Berlin (seit 1973 Ausstellungen; nach jahrelangen Schikanen und Zerm\u00fcrbungsvorg\u00e4ngen stellte er 1979 seine Engagement ein und reiste 1980 mit seiner Familie aus der DDR aus). In Leipzig oder Dresden gab es \u00e4hnliche Galerier\u00e4ume, etwa die Galerie am Sachsenplatz von Gisela und Hans-Peter Schulz (1973 gegr\u00fcndet, 1975 in den Staatlichen Kunsthandel integriert) oder sp\u00e4ter dann EIGEN+ART (1983 anfangs als eine Art Produzentengalerie gegr\u00fcndet, dann von Gerd Harry Lybke eigenst\u00e4ndig weitergef\u00fchrt); in Berlin sollte zum Beispiel auf die Produzentengalerie rg in der Sredzkistra\u00dfe 64 verwiesen werden (1981 gegr\u00fcndet unter anderem von Klaus Werner, Eugen Blume, Erhard und Mario Monden, Wolfram Adalbert Scheffler, Robert Rehfeldt und Horst Bartnig). Vgl. unter anderem Grundmann 2012.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Ausst.-Kat. Altenburg, Chemnitz, Berlin 1997, S. 29.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> Eugen Blume, der seine Magisterarbeit zu Joseph Beuys geschrieben hatte, war Praktikant bei Klaus Werner in der Galerie Arkade gewesen und erinnert sich r\u00fcckblickend 2009: \u201eTief beeindruckt vernahm ich, wie nach der nur wenige Minuten dauernden Veranstaltung der gewichtige Kunstexperte Lothar Lang Klaus Werner zur ersten Performance in der DDR-Kunstgeschichte gratulierte. Ich war offenbar Zeuge eines historischen Ereignisses geworden.\u201c (Blume 2009, hier S. 14.)<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> Uta Grundmann schreibt, dass die Pleinairs eine Idee des Karl-Marx-St\u00e4dter Leiters der Galerie Oben, Georg Br\u00fchl, und des Leiters der Galerie Arkade, Klaus Werner, gewesen sei und zum ersten Mal 1975 in Ahrenshoop stattfand (siehe Grundmann 2012, S. 73).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> Bericht der Abteilung XX des Ministeriums f\u00fcr Staatssicherheit, hier aus Ausst.-Kat. Altenburg, Chemnitz, Berlin 1997, S. 16; die Unterlagen von Ralf-Rainer Wasse sind \u00fcberwiegend archiviert beim BStU, Archiv der Au\u00dfenstelle Chemnitz, MfS BV Karl-Marx-Stadt, Abt. XX. Der operative Vorgang (OV) \u201eMade\u201c wurde eingeleitet gegen Thomas Ranft und Gregor-Torsten Schade, der OV \u201eWurm\u201c gegen Michael Morgner und der OV \u201eEremit\u201c gegen Carlfriedrich Claus.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> \u201eWasses Postkarten sind einmalig, es sind einfach kleine gro\u00dfe Meisterwerke.\u201c (Michael Morgner, Ausst.-Kat. Altenburg, Chemnitz, Berlin 1997, S. 27.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Clara Mosch, Galerie und K\u00fcnstlergruppe&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Mit der Gr\u00fcndung der Galerie Clara Mosch durch die K\u00fcnstler Carlfriedrich Claus, Thomas Ranft, Dagmar Ranft-Schinke, Michael Morgner und Gregor-Torsten Schade (seit 1980 Kozik) in Karl-Marx-Stadt begann eine neue, zeitweilig fruchtbare k\u00fcnstlerische \u00c4ra in der von Arbeit und Industrie gepr\u00e4gten Stadt und Region. Vier der K\u00fcnstler hatten in den 1960er und fr\u00fchen 1970er Jahren an der Hochschule f\u00fcr Grafik und Buchkunst in Leipzig studiert. Aufgrund pers\u00f6nlicher Freundschaft zwischen den K\u00fcnstlern und einer gewissen Grundhaltung gegen\u00fcber den staatlichen Autorit\u00e4ten, die eher von Dada als vom Untertanengeist gespeist war, und dem Wunsch nach Eigensinn,<\/p>\n<p><a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/frederic.bussmanns.eu\/blog\/eine-idee-vom-anderssein-clara-mosch-und-ralf-rainer-wasse-von-der-aktion-zur-fotografie-eine-einfuehrung\/\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":829,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":true,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","default_image_id":0,"font":"","enabled":false},"version":2},"jetpack_post_was_ever_published":false},"categories":[182,451],"tags":[487,4,485,463,481],"class_list":["post-827","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-publikationen","category-vorworte","tag-aktion","tag-ausstellung","tag-clara-mosch","tag-fotografie","tag-vorwort"],"aioseo_notices":[],"wp-worthy-pixel":{"ignored":false,"public":"0b866c22533f45e296ba3c92c4371135","server":"vg06.met.vgwort.de","url":"https:\/\/vg06.met.vgwort.de\/na\/0b866c22533f45e296ba3c92c4371135"},"wp-worthy-type":"normal","jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/frederic.bussmanns.eu\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Mosch-Bild1-e1576445471740.jpg","jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p863Lt-dl","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/frederic.bussmanns.eu\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/827","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/frederic.bussmanns.eu\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/frederic.bussmanns.eu\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/frederic.bussmanns.eu\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/frederic.bussmanns.eu\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=827"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/frederic.bussmanns.eu\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/827\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":828,"href":"https:\/\/frederic.bussmanns.eu\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/827\/revisions\/828"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/frederic.bussmanns.eu\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/829"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/frederic.bussmanns.eu\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=827"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/frederic.bussmanns.eu\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=827"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/frederic.bussmanns.eu\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=827"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}