Tobias Lehner. From Trial to Error

“Painting is a thundering conflict of different worlds, which in and out of the battle with one another are intended to create the new world, which is called the world of art”, wrote Vassily Kandinsky on the process of painting in a famous and often cited text from 1913. He continued: “Each work arises technically in a way similar to that in which the cosmos arose – through catastrophes, which from the chaotic roaring of the instruments finally create a symphony, the music of the spheres. The creation of the work is the creation of worlds.” Kandinsky

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Tobias Lehner. Vom Versuch zum Irrtum

Tobias Lehner. Vom Versuch zum Irrtum

Tobias Lehner. Vom Versuch zum Irrtum, in: Tobias Lehner. Trial and Error, Ausst.-Kat. Junge Kunst e.V., Wolfsburg 7. April bis 9. Juni  2018 „Das Malen ist ein donnernder Zusammenstoß verschiedener Welten, die in und aus dem Kampfe miteinander die neue Welt zu schaffen bestimmt sind, die das Werk heißt“, schrieb Wassily Kandinsky in einem berühmten und vielzitierten Text von 1913 rückblickend über den Prozess des Malens. Er führt weiter aus: „Jedes Kunstwerk entsteht technisch so, wie der Kosmos entstand – durch Katastrophen, die aus dem chaotischen Gebrüll der Instrumente zum Schluß eine Symphonie bilden, die Sphärenmusik heißt.

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Johanna Terhechte, The Murder – A Tribute to Daisy Armstrong, 2017

Johanna Terhechte, The Murder – A Tribute to Daisy Armstrong, 2017

Johanna Terhechte The Murder – A Tribute to Daisy Armstrong, 2017 SW-Video, 4:45 Min. im Loop Johanna Terhechte studiert seit 2015 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst und absolviert ihr Hauptstudium in der Klasse Fotografie im zeitgenössischen Feld bei Peter Piller. Ihre Bewerbung zum HGB-Studienpreis 2017 besteht aus einem Video in Schwarzweiß mit dem Titel The Murder – A Tribute to Daisy Armstrong. In zwölf unterschiedlichen Einstellungen zeigt sie eine Mauer, die ein modernes Haus von der Straße abgrenzt und über die ein abgewickeltes VHS-Videoband herunterhängt, vom leichten Wind zufällig in Bewegung gesetzt. Die Aufnahmen sind

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Interview artfridge

Soeben wurde ein Interview mit mir zur aktuellen Ausstellung Displacements/Entortungen und meiner Arbeit als Kurator in Leipzig auf artfridge veröffentlicht. Danke, Anna-Lena Werner! [pdf-embedder url=“http://frederic.bussmanns.eu/blog/wp-content/uploads/2017/12/237MANN.pdf“]

David Schnell, Vert, Ausstellung in der Galerie Eigen + Art, Berlin, 7.9.-4.11.2017

David Schnell, Vert, Ausstellung in der Galerie Eigen + Art, Berlin, 7.9.-4.11.2017

„Vert“, der Titel der aktuellen Ausstellung, entspringt nicht etwa dem Gebiet des Künstlerisch-Imaginären, als Verweis auf das Grüne in Anspielung auf die Landschaft, das mit dem Interieur von David Schnell favorisierte Sujet. Nein, „vert“ ist ein ganz profaner Ausdruck aus dem Bereich der Extremsportarten: Er bezeichnet die herausfordernden Varianten etwa des Skateboard- oder BMX-Sports auf Half-Pipes, den halbrunden Rampen. Geschwindigkeit, Wagemut, Bewegungen – Assoziationen, die mit „vert“ in Verbindung gebracht werden können, aber die sich nicht unbedingt mit Malerei einstellen, einem eher langsam Medium, das zumeist Ruhe und Kontemplation beim Produzenten ebenso wie beim Rezipienten einfordert. Und

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Versailles et l’Europe. L’appartement monarchique et princier, architecture, décor, cérémonial

Versailles et l’Europe. L’appartement monarchique et princier, architecture, décor, cérémonial

Endlich als Open Access-Publikation online erschienen! Thomas W. Gaehtgens, Markus A. Castor, Frédéric Bussmann, Christophe Henry (Hrsg.): Versailles et l’Europe: L’appartement monarchique et princier, architecture, décor, cérémonial, Heidelberg: arthistoricum.net, 2017 (Passages online, Band 1); ISBN: 978-3-946653-56-1 (PDF); DOI: 10.11588/arthistoricum.234.309.   Der vorliegende Band untersucht den Einfluss eines der brillantesten Repräsentationsleistungen der Frühen Neuzeit auf die europäischen Höfe des 17. und 18. Jahrhunderts. Das Versailler Schloss, ein „Showroom“, der die französischen Luxusgüter über die Grenzen hinaus bekannt und zum begehrten Gut machte, zog die Blicke aller Regenten der Zeit auf sich. Doch wenngleich von Künstlern und Kunsthandwerkern, die

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Famed, Revolte, Galerie ASPN, Leipzig, 22.4.-10.6.2017

Famed, Revolte, Galerie ASPN, Leipzig, 22.4.-10.6.2017

 Famed, vergänglicher Ruhm, vertraute Schönheit, der silberne Stachel glänzt in der Sonne des Kunstbetriebs. Jemand funkt SOS. Helft uns hier raus! Die Sternchen finden wir im Internet, die Revolte als Pose. Das Smartphone ist das Handgeschoss, das die Arabellion anfeuerte und nun hinter den surrealen Praktiken der Situation verschwindet. Wir zündeln, wir bauen auf, wir zerstören, um die Illusion von Einheit und Reinheit, aber auch von Kunst und Künstler im Zentrum der Peripherie zu dekonstruieren. „We have a situation here.“ Aber die wird gegen sich selbst gedreht, subversiv imitiert. Die Agenten der Institutionskritik hüllen sich ein in

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Bastian Muhr. Schwarzbunt, Galerie Jochen Hempel, 22.4.-10.6.2017

Bastian Muhr. Schwarzbunt, Galerie Jochen Hempel, 22.4.-10.6.2017

Bastian Muhr, Schwarzbunt Während seines Arbeitsaufenthaltes am ISCP in New York 2015 fing Bastian Muhr an, Dinge, die er tagsüber in der Stadt wahrgenommen hatte, auf ihre Grundformen zu reduzieren und in Umrissen auf Papier zu zeichnen. Ohne narrative Haltung versammelte er geometrische oder organische Formen, die er in immer neuen Variationen mit Graphit auf das weiße Papier übertrug, jeden Tag mindestens ein, fast einem Tagebuch gleich. Erinnerungen an die konzeptionellen Zeichenserien Hanne Darbovens werden wach, freilich ohne die Strenge ihres zeitlich-mathematischen Ansatzes. In der Art von Piktogrammen entstand so ein Alphabet von Minimalformen als Versuch, seine

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Markus Matthias Krüger – Feldversuche des Unheimlichen

Der Leipziger Künstler Markus Matthias Krüger malt Landschaftsbilder: Ansichten der heimatlichen Gefilde zwischen Äckern und Plattenbauten, Wäldern und Vorortsiedlungen. Seine Gemälde bedienen jedoch keine vorgefertigten Vorstellungen von heimatlichen Landschaften – Heimat wird nicht heimelig, Natur wird nicht natürlich gemalt.  Ihn interessieren nicht die trivialen Erzählungen einer Geborgenheit vorgaukelnden Idylle. Seine Bilder stehen vielmehr in der Tradition der romantischen Landschaftsmalerei. Die Romantiker revolutionierten mit dem Blick auf die eigene Natur, die vor und in ihnen lag, die Landschaftsmalerei im frühen 19. Jahrhundert. Sie transzendierten das Bild der Natur, den Blick auf eine höhere Ordnung gerichtet, die sie in

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Manaf Halbouni. Nowhere is Home, Museum der bildenden Künste Leipzig, 4.4.-26.6.2016

Vom 4. April bis 26. Juni 2016 gewährt das Museum der bildenden Künste Leipzig zwei ‚Fluchtautos‘ des in Dresden lebenden Künstlers Manaf Halbouni Aufnahme. Halbouni entwickelte die Idee der künstlerischen Adaption von Fluchtautos in Reaktion auf die Pegida-Demonstrationen Anfang des Jahres 2015 (Sachse auf der Flucht). Bereits im Jahr 2014 hatte er mit der Arbeit Entwurzelt dem Gefühl der Zerrissenheit und Entwurzelung durch ein mit Hausrat bepacktes, aber nicht mehr fahrtüchtiges Fahrzeug Ausdruck verliehen. Bei Sachse auf der Flucht parkte der deutsch-syrische Künstler am Versammlungsort der Pegida-Demonstranten einen dunklen Mercedes, auf dessen Dachgepäckträger „klischeehafte Habseligkeiten“ (Halbouni) wie

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