Neue Nachbarschaften: Das Museum des 21. Jahrhunderts als Ort von Kunst und Gemeinwohl

Neue Nachbarschaften: Das Museum des 21. Jahrhunderts als Ort von Kunst und Gemeinwohl

Gastbeitrag in den BNN [Badische Neueste Nachrichten], veröffentlicht dort unter dem Titel „Kunsthalle Karlsruhe im Wandel: Warum Museen heute mehr als Schatzkammern sein müssen“, 6.9.2025, https://bnn.de/karlsruhe/karlsruhe-stadt/kunsthalle-karlsruhe-im-wandel-warum-museen-heute-mehr-als-schatzkammern-sein-muessen Es ist ein großes Glück, dass das denkmalgeschützte Hauptgebäude der Kunsthalle durch Landesmittel saniert werden kann. Denn der Bau von 1846, das als ‚badische Nationalgalerie‘ geplante Schmuckstück an der Hans-Thoma-Straße, zählt zu den frühesten Museumsgebäuden in Deutschland, deren wandfeste originale Dekoration so gut erhalten ist. Die Sanierung erhält dieses Gebäude für die Zukunft. Eine so grundlegende Sanierung bietet eine Chance zum Neuanfang. Wenn das Hauptgebäude 2030 wiedereröffnet, wird die Besuchenden in

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Gedanken zum gesellschaftlichen Engagement von Museen

Natürlich sind Künstler*innen genauso wenig wie Kurator*innen dazu berufen, die Welt allein zu retten. Und Museen sind weder Schulen noch Gerichtsräume. Sie ersetzen auch nicht die athenische Agora als Ort der öffentlichen Debatte, aber können als sozialer und diskursiver Raum fungieren. Auch wenn Kunst Freiheit genießt und nicht externen Bedürfnissen dient, können Künstler*innen und Kurator*innen als politisch handelnde Wesen mit ihren Mitteln ihren Teil zu öffentlichen Debatten beitragen. Welche Fragen beschäftigen uns im Augenblick? Vielleicht gar nicht so sehr das Verhältnis von Neu- zu Altbürger*innen – zumindest nicht mit Blick auf das Jahr 2015. Klar schaffen wir

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