Neue Nachbarschaften: Das Museum des 21. Jahrhunderts als Ort von Kunst und Gemeinwohl

Neue Nachbarschaften: Das Museum des 21. Jahrhunderts als Ort von Kunst und Gemeinwohl

Gastbeitrag in den BNN [Badische Neueste Nachrichten], veröffentlicht dort unter dem Titel „Kunsthalle Karlsruhe im Wandel: Warum Museen heute mehr als Schatzkammern sein müssen“, 6.9.2025, https://bnn.de/karlsruhe/karlsruhe-stadt/kunsthalle-karlsruhe-im-wandel-warum-museen-heute-mehr-als-schatzkammern-sein-muessen Es ist ein großes Glück, dass das denkmalgeschützte Hauptgebäude der Kunsthalle durch Landesmittel saniert werden kann. Denn der Bau von 1846, das als ‚badische Nationalgalerie‘ geplante Schmuckstück an der Hans-Thoma-Straße, zählt zu den frühesten Museumsgebäuden in Deutschland, deren wandfeste originale Dekoration so gut erhalten ist. Die Sanierung erhält dieses Gebäude für die Zukunft. Eine so grundlegende Sanierung bietet eine Chance zum Neuanfang. Wenn das Hauptgebäude 2030 wiedereröffnet, wird die Besuchenden in

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Dem Gemeinwohl verpflichtet

Dem Gemeinwohl verpflichtet

Gespräch im Rahmen des Bündnisses Demokratie & Menschenrechte, „Karlsruher Stimmen I Demokratie und Menschenrechte im Gespräch“, https://buendnis-karlsruhe.de/dem-gemeinwohl-verpflichtet/ Prof. Dr. Frédéric Bußmann über die Verantwortung von Kulturinstitutionen, Kunst als Impulsgeber und Museen als Begegnungsräume. Herr Bußmann, warum engagiert sich die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe im Bündnis für Demokratie und Menschenrechte? Museen sind steuerfinanzierte, gemeinwohlorientierte gesellschaftliche Akteure und sollten ihrer Verantwortung gerecht werden, für die grundlegenden Werte unseres Zusammenlebens in allen Bereichen einzustehen. Unser Grundgesetz gibt hier eine klare Orientierung. Und: Museen sind Kinder der Aufklärung, haben einen Bildungsauftrag und genießen hohes Vertrauen in der Bevölkerung. Wir können Werte vermitteln

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Festrede anlässlich der Verleihung des Integrationspreises der Stadt Karlsruhe

24.10.2024, Rathaus Karlsruhe Meine sehr verehrten Damen und Herren, sehr geehrter Herr Bürgermeister, verehrte Gemeinderatsmitglieder, und vor allem liebe Preisträger:innen: Elisé Wamen, Joachim Kathari und Vertreter(:innen) der Firma Fuller Sanitär! Haben Sie vielen Dank für die Einladung. Es ist mir eine Freude und Ehre, heute Abend hier anlässlich der Verleihung des Integrationspreises der Stadt Karlsruhe an Sie sprechen zu dürfen! Ich darf Ihnen sehr herzlich, liebe Preisträger:innen, für die Auszeichnung gratulieren. Das ist ein wichtiges und richtiges Zeichen der Anerkennung. Integration ist Grundlage unseres Zusammenlebens, und Sie tragen dazu bei! Vielen Dank dafür! Bitte nehmen Sie es

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Artists as Curators – Curators as Artists? Anmerkungen zur Kunst der Ausstellung im 20. und 21. Jahrhundert

Artists as Curators – Curators as Artists? Anmerkungen zur Kunst der Ausstellung im 20. und 21. Jahrhundert

Vortrag Kunstakademie Karlsruhe, 15.10.2024, 18h15 Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, vor allem: liebe Künstlerinnen und Künstler, ich danke Ihnen sehr herzlich für die Ehre und die Möglichkeit, als fast noch neuer Direktor der Kunsthalle hier heute Abend die Semestereröffnung mit einem Vortrag begleiten zu dürfen. Das freut mich besonders, da ich die Kunstakademie als Schwesterinstitution der Kunsthalle wahrnehme. [Neue Folie: Intro] „Kuratieren ist undemokratisch, autoritär und korrupt“, erhitzte sich 2017 Stefan Heidenreich in der ZEIT und forderte: „Schafft die Kuratoren ab! Ob Documenta oder Biennale, überall herrschen Ausstellungsmacher und schaden der Kunst und

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Kunstfreiheit: grenzenlos oder einzuschränken?

Kunstfreiheit: grenzenlos oder einzuschränken?

Vortrag Symposium der Stadt Karlsruhe, des Karlsruher Forums e.V.und des ZKM |Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe, ZKM Karlsruhe, 10.10.2024, 16h20-16h45(es gilt das gesprochene Wort) Meine verehrten Damen und Herren, ich danke herzlich für die Einladung! Heute möchte ich ein Thema aus der Kunstwelt in den Fokus nehmen, das in den letzten Monaten verstärkt in den politischen Debatten auftauchte, nämlich die Freiheit und Grenzen der Kunst. Intro / Intro: Kunstfreiheit, Antisemitismus und Bekenntniszwang [FOLIE Danger Dan] Vielleicht kennen Sie das Lied „Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt“: Der deutsche Rapper Danger Dan, Sänger der antifaschistischen Antilopengang,

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Public Art und Ausstellungen im nicht-institutionellen Raum, Skulptur Projekte Münster und Gegenwarten Chemnitz

Public Art und Ausstellungen im nicht-institutionellen Raum, Skulptur Projekte Münster und Gegenwarten Chemnitz

Liebe Kolleg:innen, liebe Studierende, ich habe längere Zeit überlegt, wie ich einen guten Einstieg in ein so großes Thema wie das Ausstellungs- und Museumswesen finden kann, ohne nur über Organisationen, Finanzen, Strukturen zu sprechen, sondern eher über die Motivation, warum ich im Museum arbeite, und über die Kunst in praxisnahen Beispielen. Ich kenne Ihre Erwartungshaltungen nicht, freue mich über Ihre Rückmeldungen und Wünsche für kommende Veranstaltungen, die Sie mir gerne per Email zukommen lassen können! 1.      Intro [Gliederung] Heute möchte ich mit Ihnen aber über die Hintertür sozusagen über die Museumstätigkeit sprechen, indem ich nämlich über genau

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Laudatio Karl Clauss Dietel anlässlich seiner Ehrung als „Großer Chemnitzer“

13.9.2022 Sehr geehrter Herr Präsident, sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, liebe Maria Dietel, liebe rotarischen Freundinnen und Freunde, heute wird ein „großer Chemnitzer“ mit einer Tafel hier am Roten Turm geehrt. Ein Karl-Chemnitzer, wie er selbst sagen würde, und von dem ich gar nicht so genau weiß, wie er einer solchen Ehrung gegenübergestanden hätte: Karl Clauss Dietel. Der Rotary Club Chemnitz ehrt Freund Dietel heute mit dieser Platte, die er im Übrigen vor über 10 Jahren selbst entworfen hat. Er wird hier eingereiht in eine lange Liste von 35 Persönlichkeiten, leider vornehmlich nur Männer, die zum Wohle der

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Orpheus in der Unterwelt, oder: Chaos im White Cube – monumentale Künstlerräume als erweiterte Kritik- und Erfahrungsräume

Orpheus in der Unterwelt, oder: Chaos im White Cube – monumentale Künstlerräume als erweiterte Kritik- und Erfahrungsräume

Stefan Vogels Raum-im-Raum-Installationen in den Kunstsammlungen Chemnitz können Unsicherheit und Unbehagen erzeugen, bei Besucher:in wie auch beim Museum. Die Ausstellung ist dem Keller gewidmet und die zweite Station einer Reihe, die in der Gesamterscheinung ein Haus bilden wird. Die Kellerräume wecken dunkle Phantasien und rufen abstruse Szenen hervor. Durch Einbauten, Verkürzungen, neue Proportionen, veränderte Lichtverhältnisse, rohe und im Ausstellungsbereich ungewohnte Materialien wie Zement und alchemistisch anmutende Objekte erfährt das Publikum eine unerwartete und irritierende Erfahrung der Ausstellungsräume am Theaterplatz. Stefan Vogel arbeitet sich mit seinen Raumkonstruktionen, Werkpräsentationen und Assemblagen von Erinnerungsstücken vom Keller in die Nebenräume empor

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Good Vibrations? Anmerkungen zu Carlfriedrich Claus‘ Eulenspiegel-Reflex, 1964–1965

Good Vibrations? Anmerkungen zu Carlfriedrich Claus‘ Eulenspiegel-Reflex, 1964–1965

PDF Literatur Anmerkungen Carlfriedrich Claus gehört auf künstlerischem und intellektuellem Gebiet zu den großen Solitären der Nachkriegszeit in Ostdeutschland, als individuelle Künstlerpersönlichkeit jenseits des Mainstreams und fern der staatlichen Kulturpolitik. Sucht man nach ihm in den einschlägigen Übersichtswerken zur Kunst in Deutschland oder in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg, ist es zumeist vergebens. Bei Carlfriedrich Claus, künstlerisch und intellektuell ein Autodidakt und mit der Welt durch Korrespondenzen verbunden, führte die Zurückgezogenheit seiner Existenz in der Peripherie der DDR dazu, dass er zeitlebens ein Nischendasein fristete und bis heute nicht von einem größeren Publikum wahrgenommen wird. Claus war

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